Titel : |
Alltag und Vergessen - Argentinien / Pressemappe |
Materialart: |
printed text |
Autor: |
Eva-Christina Meier, Conceptor ; Andreas Fanizadeh, Conceptor |
Publikationsdatum: |
2003 |
Seitenzählung: |
ca.20 Seiten |
Layout: |
o10014 |
allgemeine Anmerkung: |
Alltag und Vergessen - Argentinien 1976/2003 |
Sprache : |
German (ger) |
Deskriptoren: |
Politik
|
Abstrakt: |
Eva Christina Meier, Andreas Fanizadeh |
Anmerkung Inhalt: |
Heute, über zwanzig Jahre nach der letzten Diktatur befindet sich Argentinien erneut in einer tiefen Krise. Nun hat die seit Mai amtierende Regierung von Nestor Kirchner tiefgreifende Reformen angekündigt.
Die Wirtschaft des bankrotten Landes soll mit Hilfe eines keynsianischen Staatsinterventionismus belebt werden. Zudem will der neue Präsident Korruption und Rechtlosigkeit entschieden bekämpfen. Er traf sich mit den Madres von der Plaza de Mayo und schickte die alte belastete Armee- und Polizeispitze in den vorgezogenen Ruhestand. Kirchners Regierung arbeitet an der Aufhebung der Amnestiegesetze, die bislang verhinderten, dass die von der Militärdiktatur (1976-83) begangenen Verbrechen geahndet werden konnten.
Am Beispiel der aktuellen argentinischen Situation wirft die Ausstellung «Alltag und Vergessen – Argentinien 1976/2003» Fragen von Kontinuität und Diskontinuität historischer Prozesse auf und thematisiert deren spezifische Bildhaftigkeit. Die beteiligten KünstlerInnen legen durch ihre Bildsprache nahe, historische Prozesse als offene, unabgeschlossene Vorgänge zu begreifen, in die sich - auch mit den Mitteln der Kunst - zu intervenieren lohnt. In einem Ausschnitt kann die Anwesenheit der zumeist verdrängten Geschichte sichtbar gemacht werden. In ihren unterschiedlichen Positionen reflektieren die vertretenen KünstlerInnen dabei auch frühere Debatten um Popkultur, Konzept- und Avantgarde-Kunst. Es geht um eine universelle und engagierte Kunstproduktion, die sich auf aktuelle soziale Ereignisse wie die Auseinandersetzungen in Argentinien bezieht – ohne sich von deren politischer Matrix ideologisch vereinnahmen zu lassen. |
Alltag und Vergessen - Argentinien / Pressemappe [printed text] / Eva-Christina Meier, Conceptor ; Andreas Fanizadeh, Conceptor . - 2003 . - ca.20 Seiten : o10014. Alltag und Vergessen - Argentinien 1976/2003 Sprache : German ( ger)
Deskriptoren: |
Politik
|
Abstrakt: |
Eva Christina Meier, Andreas Fanizadeh |
Anmerkung Inhalt: |
Heute, über zwanzig Jahre nach der letzten Diktatur befindet sich Argentinien erneut in einer tiefen Krise. Nun hat die seit Mai amtierende Regierung von Nestor Kirchner tiefgreifende Reformen angekündigt.
Die Wirtschaft des bankrotten Landes soll mit Hilfe eines keynsianischen Staatsinterventionismus belebt werden. Zudem will der neue Präsident Korruption und Rechtlosigkeit entschieden bekämpfen. Er traf sich mit den Madres von der Plaza de Mayo und schickte die alte belastete Armee- und Polizeispitze in den vorgezogenen Ruhestand. Kirchners Regierung arbeitet an der Aufhebung der Amnestiegesetze, die bislang verhinderten, dass die von der Militärdiktatur (1976-83) begangenen Verbrechen geahndet werden konnten.
Am Beispiel der aktuellen argentinischen Situation wirft die Ausstellung «Alltag und Vergessen – Argentinien 1976/2003» Fragen von Kontinuität und Diskontinuität historischer Prozesse auf und thematisiert deren spezifische Bildhaftigkeit. Die beteiligten KünstlerInnen legen durch ihre Bildsprache nahe, historische Prozesse als offene, unabgeschlossene Vorgänge zu begreifen, in die sich - auch mit den Mitteln der Kunst - zu intervenieren lohnt. In einem Ausschnitt kann die Anwesenheit der zumeist verdrängten Geschichte sichtbar gemacht werden. In ihren unterschiedlichen Positionen reflektieren die vertretenen KünstlerInnen dabei auch frühere Debatten um Popkultur, Konzept- und Avantgarde-Kunst. Es geht um eine universelle und engagierte Kunstproduktion, die sich auf aktuelle soziale Ereignisse wie die Auseinandersetzungen in Argentinien bezieht – ohne sich von deren politischer Matrix ideologisch vereinnahmen zu lassen. |
|